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Kita, Schulen und Mitbestimmung?

In den letzten Jahren hat sich Teltow stark in seiner Einwohnerzahl vergrößert. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Investoren und die Stadtverwaltung Teltow das Bauen von Einfamilienhäusern forciert haben.

Dieser Bauboom hatte nicht nur für die Investoren wirtschaftliche Vorteile, auch die Stadt Teltow profitiert dadurch erheblich.

Durch das Anwerben von Familien, die sich in Teltow ein neues Zuhause schaffen, entsteht neben den finanziellen Vorteilen für die Stadt aber auch eine rechtliche und soziale Verantwortung für die Familien, insbesondere gegenüber den Kinder bzw. deren Entwicklung und Bildung.

Um hier den Bedürfnissen gerecht zu werden, setzen wir Bündnis90/Die Grünen uns weiter dafür ein, dass den Erfordernissen der Familien entsprochen wird.

 

Mitbestimmung im Kita-Werksausschuss

Der Kita-Werksauschuss beschließt Grundsätzliches, wie z.B. im Personal-, im Finanzwesen und in der Qualitätssicherung.
Eltern, die Ihre Kinder in Teltow betreuen lassen und im Jahr 1,9 Mio € an Entgelten in den Kita-Haushalt einbringen, sind im Mitspracherecht bisher ausgeschlossen und nicht erwünscht. Stadtverordnete der SPD und der Linken sind strikt gegen einen Beteiligung von Eltern im Werksausschuss, weil sie Ihrer Meinung nach „emotional betroffen sind“.
Ein derartiger Ausschluss von Eltern im Bereich der Mitbestimmung ist nach unserer Kenntnis in Deutschland einzigartig.
 
Eine weitere Besonderheit ist der gemeinsame Finanzhaushalt von Kita und Mehrgenerationenhaus.
Das Mehrgenerationenhaus ist eine Bereicherung für Teltow.
Momentan verbrauchen die Personalkosten den gesamten Förderbetrag vom Bund. Einen eigenen Haushaltstitel, eigene von der Stadt Teltow bereitgestellte Finanzmittel für die zusätzlichen Sach-, Betriebs- und mögliche weitere Personalkosten gibt es nicht!
So kann man den Gedanken entwickeln, dass hier die von den Eltern eingezahlten Kitaentgelte und die vom Land und dem Kreis geleistete Förderung der Kitas möglicherweise nicht klar genug von anderen finanziellen Bedürfnissen abgetrennt werden.
Ein weiterer Grund für die Mitbestimmung der Eltern im Kita-Werksausschuss einzutreten.


Anspruch und Umsetzung von Krippen-und Kitaplätzen

Um den finanziellen Anforderungen einer Familie zu entsprechen, muss die Möglichkeit gegeben sein, dass beide Elternteile ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Bei einer längeren Auszeit kommt es oftmals zu einem erschwerten Wiedereinstieg in das Berufsleben, dies führt zu zusätzlichen Belastungen der Familien. Die Bereitstellung von Krippen- und Kitaplätzen ist hier aktive Familienpolitik.


Nachvollziehbare und familienfreundliche Kitagebühren

Kitagebühren in Teltow gehören zu den teuersten in Deutschland. Bei mittlerem Familieneinkommen und zwei Kindern befindet sich Teltow beim Vergleich mit der Rankingliste der Zeitschrift Eltern auf Platz 81. Entsprechende Berechnungen wurden der Werksleitung, dem BM sowie den Stadtverordneten Anfang des Jahres vorgerechnet.
Eine Begründung, weshalb diese hohe Gebühr von den Familien gefordert wird, fehlt bis heute.


Sicherer Schulweg

Der Schulweg muss für unsere Kinder so sicher wie möglich sein, deshalb fordern wir die (Wieder-) Installation der Fußgängerampel auf der Mahlower Straße im Bereich der Jet-Tankstelle und eine Planung von Straßen, die insbesondere die Schul- und Kitanähe berücksichtigt.  

 

Ortsnahe Grundschule

Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Anne-Frank-Grundschule durch einen Anbau zu erweitern, damit die Stadt dem erhöhten Bedarf an Klassen- und Fachräume gerecht wird. Zusätzlich wird eine Mensa entstehen, in der den Kindern ein gesundes, hochwertiges Essen in angenehmer Atmosphäre angeboten werden kann. Dies ist in den bisherigen Provisorien nur eingeschränkt möglich.
Weiterhin haben wir uns dafür stark gemacht, dass eine zusätzliche Grundschule in Seehof (Diako) errichtet wird. Damit kann sichergestellt werden, dass für jeden Bereich von Teltow  eine Grundschule ortsnah zur Verfügung steht.


Personal- und Sachmittel in Grundschulen

Ausreichend und qualifiziertes Lehrpersonal ist die Basis für jede Schule. Das Lehrpersonal sollte Erfahrung mit Grundschülern haben und sich auch weiterbilden.
Außerdem ist es notwendig, dass ausreichend Lehr- und Unterweisungsmittel vorhanden sind. Verantwortlich für die Bereitstellung der Lehrmittel ist die Stadt Teltow, vertreten durch die Stadtverordneten. Die jetzige Zurückhaltung der Stadt bei Investitionen hemmt die zeitgemäße Bildung unserer Kinder.
Wir fordern  eine Aufstockung des Haushaltstitels für Personal- und Sachmittel der Grundschulen in Teltow statt der Finanzierung von Schießständen.