Osdorfer Straße
Vor etlichen Jahren wurde die Osdorfer Straße im Abschnitt zwischen Heinersdorfer Weg gegenüber dem Heizwerk und der Kleiststrasse in Seehof für den KFZ-Verkehr gesperrt. Wie man den Fotos entnimmt, hat sich dieser Abschnitt als Fußgänger-und Radfahrerallee besonders schön naturnah entwickelt. Man übertreibt nicht, wenn man diesen Abschnitt als schönsten Weg Teltows bezeichnet. Entsprechend intensiv ist die Nutzung des Weges durch Erholungssuchende, Spaziergänger und Radfahrer.
Seit
Jahrzehnten ist der Hauptanlieger in diesem Abschnitt die evangelische Kirche
(Diakonissenhaus). Dieser für alle Beteiligten nutzbringende Zustand hielt über
100 Jahre bis zum Jahr 2007. Die Teltower Stadtverordnetenversammlung (SVV)
beschloss auf massiven Drängen der evangelischen Diakonie-Geschäftsführung,
einen Bebauungsplan (B-Plan Diakonischer Stadtteil) aufzustellen, der vorsieht,
diesen wertvollsten Abschnitt der Osdorfer Straße einer potentiellen Bebauung zu
opfern. Die vorhandene Allee soll in Höhe des Kräutergartens abgekröpft und
nach Süden zum Heinersdorfer Weg umgelegt werden. Dies hätte zu Folge, dass
Fußgänger, die von Seehof zum Ruhlsdorfer Platz gelangen wollen, bei
Verwirklichung des B-Planes (= Abholzung der schönen Allee) den hohen
Erholungswert der Allee nicht mehr genießen könnten und stattdessen noch 300 m
Umweg in Kauf nehmen müssen.
Dabei wäre alles so einfach gewesen:
Unseren Recherchen
zufolge hätte die Geschäftsführung des Diakonissenhauses bei der Planung zur
Erweiterung des Diakoniegeländes einfach nur die Existenz der Osdorfer
Straße akzeptieren und in die Planung der zu bauenden neuen Gebäude einbeziehen
müssen. An diesbezüglichen Aufforderungen unsererseits hat es nicht gefehlt.
Stattdessen wurde behauptet, dass man erst einmal potentielle Baufreiheit für
die gesamte Fläche zwischen Lichterfelder Allee und Heinersdorfer Weg benötige,
auch wenn man sich heute noch nicht festlegen wollte, wie man letztlich die
neuen Gebäude positioniert. Auf die erholungssuchende Bevölkerung und die wunderschöne Allee wollte man somit keine Rücksicht nehmen.
Hier noch einige Bilder:

